MHD
Mindesthaltbarkeitsdatum
Kurz erklärt
Das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) gibt an, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine spezifischen Eigenschaften behält. Im Lager steuert es zusammen mit der Restlaufzeit, welcher Bestand zuerst und an wen ausgeliefert wird.
Was bedeutet MHD im Lageralltag?
Handelskunden verlangen häufig eine Mindestrestlaufzeit bei Anlieferung, etwa zwei Drittel der Gesamthaltbarkeit. Das Lager muss das MHD deshalb im Wareneingang erfassen, nach FEFO auswählen und Bestände mit zu kurzer Restlaufzeit rechtzeitig erkennen.
Ein Beispiel aus dem Lager
Ein Kunde verlangt mindestens 60 Tage Restlaufzeit. Im Lager liegen Paletten mit 45 und mit 120 Tagen. Obwohl FEFO die ältere Palette bevorzugen würde, ist für diesen Kunden nur die Palette mit 120 Tagen geeignet.
Wovon ist MHD zu unterscheiden?
Das MHD ist kein Wegwerfdatum: Ware kann danach unter Umständen noch verkehrsfähig sein. Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) gilt für leicht verderbliche Lebensmittel; danach darf die Ware nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
Häufige Fragen zu MHD
Was ist die Restlaufzeit?
Die Restlaufzeit ist die Zeitspanne zwischen heute bzw. dem Lieferdatum und dem MHD. Viele Kunden legen eine Mindestrestlaufzeit für die Anlieferung fest.
Wie steht das MHD im Barcode?
Im GS1-128-Barcode wird das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Datenbezeichner (15) im Format JJMMTT übertragen, ein Verfallsdatum mit (17).
Quellen und Standards
MHD in Warelio
Wie Warelio diesen Zusammenhang abbildet, zeigt der Bereich Artikelstammdaten. Prüfen Sie ihn an einem Beispiel aus Ihrem eigenen Lager.
Die Erklärungen beschreiben allgemeine Fachbegriffe der Lagerlogistik; der konkrete Produktumfang wird im Projekt abgestimmt. Rückfrage oder Korrektur zu diesem Begriff senden.
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